Die Gabe der Könige - Robin Hobb



  Preis: 15,00 €
Seitenanzahl: 608 Seiten
Reihe: Die Chronik der Weitseher 1
Erscheinungsdatum: 28. August 2017
Verlag: Penhaligon
Originaltitel: Assassin's Apprentice (The Farseer Trilogy 1)

Beschreibung: 
Er dient seinem König bis in den Tod – ein Meisterwerk voll Magie, Spannung und Emotionen.

Fitz ist ein Bastard, der Sohn eines Prinzen und eines Bauernmädchens. Doch schon in jungen Jahren nimmt ihn der König in seine Dienste. Noch ahnt Fitz nicht, was er für seine Treue aufgeben muss – seine Ehre, seine Liebe, sogar sein Leben! Denn die Intrigen bei Hofe sind mannigfaltig, und Fitz kann seine Augen nicht vor dem drohenden Unheil verschließen, das dem Reich droht. Doch da befiehlt ihm der König, genau das zu tun. Fitz muss sich entscheiden: Wird er gehorchen oder seinem eigenen Gewissen folgen?

Dieses Buch ist bereits unter dem Titel »Der Adept des Assassinen« im Bastei-Lübbe Verlag erschienen und unter dem Titel »Der Weitseher« im Heyne Verlag


Meine Meinung:


Ihr mochtet "Das Lied von Eis und Feuer" aka Game of Thrones und "Die rote Königin"? Dann wird auch dieses Buch etwas für euch sein! Mich hat es für Stunden in eine völlig neue Welt entführt. 

Schaut euch erstmal dieses wunderschöne Cover an. Der Hirsch, der es ziert, hat eine ganz besondere Bedeutung - er ist nämlich das Wappen des Königreichs und auch diese ganz bestimmte Haltung wird noch eine Rolle spielen. Also ist es nicht nur schön, sondern auch passend. ☺

Schon der Einstieg ins Buch hat mich vollkommen verzaubert. Er war nicht nur fesselnd, ich war auch wirklich hin und weg von dem kunstvollen, märchenhaften Schreibstil, der sich trotzdem ganz einfach lesen lässt.
Auch für die Erzählperspektive war ich sehr dankbar - denn im Gegensatz zu den vielen Perspektivensprüngen und dem auktorialen Er-Erzähler in Game of Thrones, finden wir bei "Die Gabe der Könige" einen sympathischen Ich-Erzähler, der  aus seiner Gegenwart die Geschichte erzählt und auf diese zurückblickt. Somit kurbeln Sätze wie "Ich weiß nicht, warum ich damals so ..." oder "Ich kann mir heute nicht mehr erklären ..." die Geschichte natürlich unglaublich an. ☺

Ein weiterer riesiger Pluspunkt waren die tollen Charaktere, die man so sehr ins Herz schließt. Jeder Charakter war so eigen und so echt. Burrich, den ich immer wie Hagrid aus "Harry Potter" im Kopf hatte, und seine unendliche Tierliebe; Chade, der immer wie ein Vater für Fitz war, der versucht hat ihn zu beschützen und ihm zu zeigen, wie er sich selbst beschützt; der Hofnarr, der so viel Spannung und Mystery in die Geschichte gebracht hat; und die liebe, aber etwas sture Philia, die mir mit ihrer Charakterstärke immer wieder ein Lachen entlocken konnte. 
Aber zu guter Letzt natürlich auch Fitz, der ein total sympathischer Protagonist war, der einem echt ans Herz wächst. Er hat Stärken und Schwächen, Höhen und Tiefen, er lacht und weint - aus diesen Gründen kann man sich einfach so gut mit ihm identifizieren. 

Und, Leute ... Dieses Setting! Das Worldbuilding war einfach mal wieder grandios. Das Buch führt durchaus Fantasyelemente an, aber trotzdem wirkt alles so realistisch. Man nimmt Robin Hobb die Welt und deren Außergewöhliches, das sie geschaffen hat, einfach ab. 

Bei der wirklichen Geschichte hat mir aber leider hin und wieder der rote Faden gefehlt. Was man ja schon im Titel und Klappentext erahnen kann, ist, dass das königliche Geschlecht eine besondere Gabe besitzt, die dem Königreich durchaus hilfreich sein könnte. Fitz besitzt diese, wenn auch in einer anderen Form, und dessen Entwicklung wäre so spannend zu verfolgen. Leider wird aber nicht wirklich auf diese eingegangen, denn was Fitz kann, ist nicht wirklich gut angesehen. Daher wird das Thema - auch wenn man einen guten Überblick bekommt - nicht so ausgeschmückt, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber hey, dafür gibt es dann ja noch Teil 2. ☺
Mit dieser Gabe ist Fitz aber durchaus hilfreich für den König und seine Dienste. Somit wird Fitz schnell in alle Intrigen und Bedrohungen des Königreichs hineingezogen und stößt dabei an seine Grenzen - als Assassine und Auftragsmörder. Unglaublich gut gemacht! 

Leider wird alles mögliche so ausführlich und detailliert wiedergegeben, dass es sich manchmal echt in die Länge zieht - und dass ein Kapitel durchschnittlich etwa 20-30 Seiten hat, unterstützt das nicht wirklich. Gerade in der zweiten Hälfte hatte ich oft das Gefühl zu lesen und zu lesen, aber trotzdem einfach nicht voranzukommen - so als würden die Charaktere und die Geschehnisse einfach keine Fortschritte machen. 
Man wartet also wirklich, wirklich lange auf den Höhepunkt der Geschichte, aber das Warten und Durchhalten lohnt sich, denn was dann kommt, ist einfach der Hammer. 
Das Ende hat mich wirklich so aus den Socken gehauen und mich gleichzeitig so berührt - einfach toll!

Fazit:
Tolle Fantasyelemente, unglaublich gut ausgearbeitete Charaktere, geniales Worldbuilding und Schreibstil, der dich verzaubert. Nur an der Spannung mangelt es manchmal ein bisschen.
Komischerweise habe ich vor dieser Auflage noch nie von dem Buch gehört, obwohl es ja schon das dritte Mal veröffentlicht wurde, und ich frage mich wirklich warum. Definitiv ein Buch, das viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat!



4 von 5 Sternen


Schaut doch auch mal bei der lieben - Sandrine aka Bücherkompass - vorbei. Sie hat auch eine sehr schöne Rezension verfasst. ☺

Und  hier ← bekommt ihr es.

Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 

Perfect Touch: Untrennbar - Jessica Clare

~gesponsertes Rezensionsexemplar ~
  Preis: 10,00 € (Taschenbuch) | 8,49 € (eBook)
Seitenanzahl: 336
Reihe: Billionaires and Bridesmaids 4
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Originaltitel: The Billionaire's Favourite Mistake

Beschreibung: 
So ein Arsch! Anders kann Greer es nicht ausdrücken. Jahrelang hat sie zu Milliardär Asher gehalten, hat ihn verteidigt, hat sein schlechtes Verhalten entschuldigt, nachdem er von seiner Frau betrogen wurde. Hat gehofft, dass endlich mehr als Freunde aus ihnen werden könnten. Und dann das! Greer hat vielleicht keine Erfahrung, aber was der betrunkene Asher da mit ihr angestellt hat, muss das unbefriedigendste erste Mal aller Zeiten gewesen sein. Sie ist fertig mit ihm. Doch da ist ein klitzekleines Problem: Asher hat sich in den Kopf gesetzt, ihr zu beweisen, dass er es besser kann ...

Kennt ihr schon den Vorgänger des Buches? Nein? Dann gibt's - HIER - meine Rezension. ☺

Meine Meinung:
Oberflächlich. Frauen verachtend. Sexistisch. Klischeehaft.
Ehrlich, dieses Buch ist es mir nicht mal mehr wert, aus den obigen Worten ordentliche Sätze zu formen. Und noch ehrlicher: Ich habe noch nie - in meinen 18 Jahren und 5 Monaten auf dieser Erde - so ein grottiges, schlechtes, dummes und absolut abstoßendes Buch wie dieses gelesen. Ich bin einfach nur unendlich enttäuscht, weil mir der Vorgänger doch so gut gefallen hat. 

Aber ich möchte euch mal schildern, warum ihr euch dieses Buch auf gar keinen Fall kaufen solltet:

1. Dieser absolut lieblose Einstieg. Ohne zu spoilern (steht alles schon in der Beschreibung oder kommt ganz zum Anfang des Buches) verrate ich euch jetzt mal wie dieser aussieht. Greer geht fast blind und komplett aufgebitcht auf eine Party. Warum? Na, weil sie sich den lieben Asher klarmachen möchte. Dass sie sich dabei selbst komplett unwohl fühlt und auf ihren wahrscheinlich wichtigsten Sinn, das Sehen, komplett verzichtet, ist dabei ja egal. Seinen Liebsten mit inneren Werten überzeugen? Geht gar nicht. Das ist nämlich bei Greer nicht der Fall. Anscheinend rennt sie Asher schon seit dem College nach und er hat sie immer nur als Freundin gesehen. Wenn der Kerl jahrelang nicht mitbekommt, dass du alles für ihn machst und dich dafür null schätzt und als selbstverständlich empfindet ... Da lohnt sich das doch richtig, oder etwa nicht? *hust*Ironie*hust*
Greer ist es dabei auch egal, dass Asher komplett besoffen ist (auch schön, dass man nie erfährt, warum er sich so heillos besaufen musst. Echt toll, Frau Clare) und denkt sich dabei sogar noch irgendwie, dass sie somit ja einen Vorteil hätte. Läuft auf jeden Fall. Als es dann im Garten zwischen den beiden zu einer halben Vergewaltigung kommt, zischt Greer endlich ab und will ihn nie wieder sehen.
By the way: Diese Party war eine Kostümparty und als Asher am nächsten Tag gefragt wird, was Greer denn war, sagt er einfach mal "Stripperin". Traummann würde ich mal sagen.

2. Diese absoluten und witzlosen Klischees. Im Nachhinein bekommt man dann mit, dass dieses Techtelmechtel aka Vergewaltigung Greers erstes Mal war und *puff* davon ist sie natürlich gleich schwanger geworden.
Außerdem kennt ja jeder den schönen Spruch "Man erkennt erst, was man hatte, wenn man es verloren hat", der auf jeden Fall von ziemlicher Reife und überhaupt einem ganz tollen, dankbaren Charakter handelt. Dieser Fall musste natürlich auch ins Buch eingebaut werden. Denn als Greer sich nicht mehr bei Asher meldet, erkennt er von 0 auf 100, dass er sie über alles liebt und schon immer geliebt hat und sie unbedingt zurückgewinnen möchte. Schön und gut, wie er das aber umsetzt ist der absolute Oberhammer. Er manipuliert nicht nur Greers Vater, ihr etwas vorzumachen um in ihrer Nähe zu sein, sondern erpresst später auch noch Greer, einen Monat lang immer wieder mit ihm rummachen und ins Bett gehen zu müssen, bis er lernt, wie man Frauen verführt, weil Greer ihm gesagt hat, wie unglaublich schlecht ihre Liebelei war. Statt betroffen zu sein und sich aufrichtig bei ihr zu entschuldigen, glaubt er ihr das eigentlich gar nicht, und denkt innerlich immer wieder, was er für ein geiler Hengst ist. *HandandenKopfKlatscher*
Liebes Lektorat ... Was habt ihr euch bitte dabei gedacht, SO EINE Frauen verachtende Geschichte zu veröffentlichen. Ich habe im Bezug auf die Rollenverteilung und die Klischees echt nicht viel erwartet, weil der vorige Teil davon auch sehr belastet war. Trotz allem war er aber noch tiefgründig und romantisch. Aber das hier? Was soll das denn dem Leser vermitteln? "Wenn der Kerl dich selbst nach Jahren noch nicht für wahr nimmt, änder dich einfach komplett, geh unter deine Grenzen und lass dich vergewaltigen"? Das geht einfach gar nicht. Ich bin echt so entsetzt von diesem Buch. 

3. Wie man im obigen Text vielleicht schon erkennen konnte - absolut flache Charaktere.
Asher ist ein arrogantes, eingebildetes, selbstgerechtes, großkotziges und respektloses Arschloch, Greer dagegen ein naives, unreifes Mäuschen ohne Rückgrat und Selbstbewusstein. Ihr Vater ist ein Hugh Hefner mit drei blonden Freundinnen, die natürlich auch noch Drillinge sind und wie Tick, Trick und Track Duck dieselben Klamotten in drei unterschiedlichen Farben tragen. Strohdumm sind zwei von den Dreien natürlich auch noch. Muss ich echt noch mehr dazu sagen? 

4. Nicht mal die Erotikszenen waren wirklich schön, da ich die beiden einfach nicht leiden konnte und sich Greer in 90 Prozent der Fälle einfach Asher unterworfen hat, beziehungsweise irgendwas mit sich hat machen lassen, was sie eigentlich gar nicht wollte.

5. Viele Szenen hatten einfach keinen Sinn und waren null durchdacht. Greifen wir einfach nochmal die erste und in Punkt 1 beschriebene Szene auf. Die Jungfrau Greer macht also das erste Mal mit einem Kerl rum und merkt, dass sich das vollkommen falsch und eklig anfühlt. Was denkt sie sich? "Das bringe ich ihm noch bei." Die Jungfrau. Selbst null Erfahrung. Beibringen. Hä?
Außerdem wird ja in den nächsten Kapiteln klar, dass Asher schon alles ganz gut beherrscht. Aber nur aufgrund des Alkohols (den er sich ja wie gesagt grundlos eingekippt hat, als gäbe es kein Morgen mehr) ist er auf einmal der größte Ekel? Hä? 

6. Nicht mal der Schreibstil war wirklich besonders. Die Übersetzung hat, wie schon im vorigen Band, manche Situationen noch mehr zerstört, als die schlechte Geschichte sowieso schon. Aber hey, sowas kommt oft vor, und ist echt halb so schlimm. Dass jeder Satz aber wirkt wie einfach dahingeschrieben ohne nochmal darüber nachzudenken, geht für mich aber leider gar nicht. Es wirkte lust- und lieblos, unmotiviert und einfach ohne Leidenschaft und Detailfreudigkeit, wie man sie zum Beispiel ganz toll bei Autoren wie Sarah J. Maas oder Cassandra Clare findet.

Kurz gesagt, an dem Buch fehlt es einfach von vorn bis hinten. So etwas Schlechtes habe ich echt noch nie gelesen, und ich kann jedem nur davon abraten.
Wäre wenigstens nur die Umsetzung eines guten Grundgedankens fehlgeschlagen, wäre das ja echt halb so wild, aber der Grundgedanke vermittelt hier so etwas Unverantwortliches gegenüber der Hauptzielgruppe von Lesern - also romantischen/verträumten Frauen. Einfach nein.


Fazit:
Ein Stern dafür, dass es ein kohärenter Text in Buchform war. Alles andere konnte das Buch nicht erfüllen.


1 von 5 Sternen

Eine andere sehr treffende Rezension gibt es bei der lieben Katie. Schaut mal unbedingt bei ihr vorbei: Katie's Bücherwelt

Und  hier ← bekommt ihr es.

Ich entschuldige mich wirklich für die vielen Ausdrücke und Ausraster, und bedanke mich trotzdem recht herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. 

Neuzugänge August 2017


Hallöchen, ihr Lieben! ☺
Bei mir dreht sich heute mal wieder alles um meine Neuzugänge im August, welche insgesamt eine Anzahl von 11 hübschen Büchern ergeben. Hört sich erstmal teuer an, aber hey, bei Thalia war ja ♥ Taschenbuuchjaagd ♥ !

 Fangen wir gleich mal mit "Percy Jackson 2 - Im Bann des Zyklopen" von Rick Riordan an. Numero 1 habe ich als Kind gelesen und geliebt, auch wenn ich den Schreibstil ganz schlimm fand, aber Wurst! Teil 2 - ebenfalls in der Filmausgabe - findet man nun auch in meinem Büchersammelsurium.

"A Thousand Pieces Of You" von Claudia Gray durfte ich mir dank eines Gutscheins meines lieben Freundes gönnen. Ich hab dieses Buch wirklich ganz spontan im Online-Shop gefunden und der Klappentext hat mich einfach vollkommen vom Hocker gehauen! Hoffentlich werden meine Vorstellungen und Wünsche erfüllt. Nummer 2 der Bestellung kommt erst nächste Woche an und zählt somit nicht mehr in den August.

"Zeitkurier" von Wesley Chu ist ein gesponsertes Rezensionsexemplar, das ich jetzt ganz bald und schnell lesen möchte. Und es ist Sci-Fi, was ja eigentlich nicht so mein Ding ist, jedoch hat mir die Leseprobe total Mut gemacht und gezeigt, dass das doch etwas für mich sein könnte. ☺

Seitdem ich letzten Monat "Into the Water" von Paula Hawkins beendet habe, bin ich voll auf dem Thriller-Trip. Ich hab da jetzt so Lust drauf - schön bei Regen unter die Decke kuscheln, ein Teechen in der Hand, ein Buch in der anderen und dann gruuuseln. Mega!
Deshalb durften letzten Monat auch drei Thriller bei mir einziehen.

1. "Cry Baby" von Gillian Flynn
Dieses gute Stück habe ich auch schon gelesen und es hat mich restlos begeistert. Mehr dazu gibt's dann im nächsten Lesemonat. ☺

2. "Ich bin der Schmerz"
und
3. "Ich bin die Angst" von Ethan Cross
Diese Reihe soll ja auch super sein, deswegen immer her damit! Jetzt fehlt mir noch Teil 1 um diese auch endlich beginnen zu können. Drückt mir die Daumen, dass ich diesen auch als Mängelexemplar ergattern kann. ☺

Und ein weiteres Genre wurde diesen Monat sehr unterstützt: Historische Romane.
Darunter die beiden gesponserten Rezensionsexemplare
"Das Erdbeermädchen" von Lisa Stromme und
"Die Gabe der Könige" von Robin Hobb.
Zusätzlich gab es noch für ganz kleine Preise "Die sieben Schwestern" von Lucinda Riley sowie "Outlander 1 - Feuer und Stein" von Diana Galbadon.


Zu guter Letzt durfte dank NetGalley.de und dem Bastei Lübbe Verlag auch ein Rezensionsexemplar in Form eines eBooks bei mir einziehen.
"Die Perfekten" von Caroline Brinkmann verspricht wirklich ganz großes Kino und klingt einfach perfekt. Ich bin gespannt, ob mir die Umsetzung auch so gut gefällt.




Und das war es auch "schon" wieder. Vielleicht sollte ich meinem wachsenden SuB endlich mal eine Pause gönnen und ihn lieber abbauen! Also - soeben beschlossen - diesen Monat, ab dem heutigen Tage, gibt es ein Kaufverbot für mich. Ob ich dieses wirklich einhalten kann, erfahrt ihr dann in einem Monat.
Bis dahin wünsche ich euch einen erfolgreichen Lesemonat, ihr Lieben! ♥

Into the Water - Paula Hawkins



 


Preis: 14,99 (Broschiert)
Seitenanzahl: 480
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2017
Verlag: blanvalet
Originaltitel: Into the Water

Beschreibung: 
»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Meine Meinung:
Nun - nach Mooonaten - schreibe ich die Rezension zu einem Buch, mit dem ich große Startschwierigkeiten hatte! Leider kam das gesponserte Rezensionsexemplar nämlich nie bei mir an, aber dank der tollen #liesdichweg-Aktion von Thalia habe ich doch noch so ein hübsches Buch bekommen (Schicksal? :p). Deshalb erstmal ein riesiges Herz an Thalia! ♥
Aber als ich das Buch dann hatte, auf das ich so sehr hingefiebert habe, stand es dann im Regal. Und es stand weiter und weiter und weiter einfach nur rum. Warum das? Nun ja, man hat nicht besonders viel Gutes über es gehört, und selbst ich habe nicht so viel Tolles hinzuzufügen, nachdem ich mich endlich überwunden habe, es zu lesen!

Gestartet hat das Buch aber echt richtig gut. Die gegebene Situation war total verwirrend, kurios, fast schon irgendwie absurd und gerade dadurch so so so spannend und fesselnd. Vielleicht kennt ihr das ja bei solchen Stories. Man möchte einfach Ordnung in das Chaos bringen und deswegen so schnell wie nur möglich alles gelöst haben. Genau diese Spannung zieht sich auch durch das ganze Buch, was wirklich ein großer Pluspunkt des Buches ist - es verliert einfach nicht an Spannung und dem gewissen Etwas, wobei dies durch sehr kurze Kapitel und eine sehr schnelle Entwicklung unterstützt wird. 

Aber gerade das bringt leider auch eine große Enttäuschung mit sich. Es kann so spannend sein, wie es will, aber die Umsetzung ist und bleibt blöd, wenn der rote Faden in der Geschichte fehlt. Und dieser war manchmal echt ganz, ganz weit weg. Irgendwo hinter Asien wahrscheinlich. Wo der Pfeffer wächst. Jawohl.
Es haben mir manchmal einfach die Zusammenhänge im Werdegang der Story gefehlt. Eins kam zum Anderen, auch wenn es manchmal nicht wirklich nachvollziehbar, authentisch oder logisch war. 
Gerade zum Ende hin hat für mich kaum noch etwas Sinn gemacht, und gerade bei einem guten Thriller sollte man sich im Nachhinein denken: "Ah, so kam das und das zustande! Frage geklärt. Und das kam da und daher. Ungewissheit gelüftet." 
Nachdem ich in diesem Buch die letzten Seiten gelesen habe, standen ganz viele Fragezeichen über meinem Kopf. Ich kam also gar nicht mit der Auflösung klar. Sie hat mich auch nicht geflasht oder schockiert. Müsste ich meine Reaktion gestisch beschreiben, wäre es wohl ein Schulterzucken. 

Viele andere Leser des Buches haben es auch stark bemängelt, dass es zu viele Personen und Perspektivensprünge gäbe. Dem kann ich aber nicht zustimmen. Gerade das hat es total spannend gemacht und das Kleinstadt-Feeling richtig gut rübergebracht, vor allem weil man so gesehen hat, wie jeder Einzelne in die Geschichte verstrickt war.
Warum man aber (vor allem anfangs) so schlimm durcheinander kommt, ist nicht die Quantität sondern die Qualität. Denn die Charaktere sind abgesehen von ihrem Beruf und Alter kaum zu unterscheiden. Man kann sie nur schwer differenzieren, weil sie einfach nichts Eigenes und Besonderes haben. 
Trotzdem haben mir aber die Hauptpersonen Jules und Lena, ihre Hintergründe und Entwicklung wirklich gut gefallen. 

Der Schreibstil war im Großen und Ganzen auch echt super - sehr düster, kalt und distanziert. Es entsteht einfach eine wunderbare schaurige Stimmung, die perfekt zum Ort passt, welcher mich übringens sehr fasziniert hat. Ein absolut grandioses Setting, liebe Paula Hawkins! Das muss man ihr lassen. Jeden Fluss, den ich nach dem Buch gesehen habe, habe ich ganz anders wahrgenommen.
Aber zurück zum Schreibstil, der mich hin und wieder auch extrem verwirrt hat. Mal wurde es aus dem Ich-Erzähler dann wieder aus dem auktorialen Er-Erzähler geschrieben. Wenn es dahinter eine Bedeutung oder einen Sinn gab, klärt mich bitte auf. Ich hab da leider mal wieder gar nichts verstanden.

Fazit:
Ein Thriller, den man eher aus reinem Interesse statt wirklichem Nervenkitzel liest. Eine gute Grundidee mit einer nur mittelmäßigen Umsetzung.

3 von 5 Sternen

Und  hier ← bekommt ihr es.

Vielen Dank an Thalia für die tolle Lies dich weg-Aktion! ♥ 

Lesemonat August 2017

Hallihallo und herzlich willkommen zu meinem -  u n g l a u b l i c h  - erfolgreichen Lesemonat im August 2017 - nicht. Ja, es ist mir fast schon ein bisschen peinlich ... Denn ich habe diesen Monat gerade mal drei Bücher beenden und zwei beginnen können. Badum tzzz ... Aber ich habe eine gute Entschuldigung, denn diesen Monat waren nicht nur fünf Feierlichkeiten (Geburtstage, Hochzeit, Einschulung - alles dabei gewesen), ich war auch noch eine Woche mit meiner Familie unterwegs und musste mich in der letzten Woche schon ganz schön für die Uni vorbereiten, beziehungsweise noch vieles regeln. Aber wenigstens hatte ich keine Flaute und konnte dementsprechend noch 1977 Seiten, also täglich etwa 64 Seiten, lesen. ☺

Das hier sind die guten Stücke, und ich kann sofort sagen, dass die beiden ersten Bücher auch sofort meine
Highlights des Monats
mit 5 Sternen geworden sind. Warum könnt ihr gern in den Rezensionen nachlesen:





 "Rock my Dreams" von Jamie Shaw war dann leider, nicht gleich der Flop des Monats, aber doch die Enttäuschung des Monats. Ich habe die vorigen Teile wirklich so geliebt, aber dieser Teil konnte mich einfach nicht so richtig vom Hocker hauen. Ich fand es unglaublich langweilig, weil die Story einfach irgendwie nicht richtig vorangekommen ist. Es war ständig dasselbe und hatte meiner Meinung nach nicht mehr diesen alten Flair, weil die Band fast gar nicht mehr wirklich vorkam. Alles weitere könnt ihr gern - HIER - nachlesen. Insgesamt konnte das Buch mir nur 3,5 Sterne abgewinnen.






Und das hier sind die beiden Bücher, die ich bis knapp zur Hälfte lesen konnte:
"City of Bones" von Cassandra Clare
und
"Into the Water" von Paula Hawkins.
Während "City of Bones" ein Reread ist und ich jetzt schon weiß, dass es mir wieder sehr gut gefallen wird, bin ich mir da bei "Into The Water" noch nicht ganz so sicher. Zwar gefällt mir die Grundidee sehr gut, aber ich weiß nicht, ob mich die Auflösung wirklich vom Hocker hauen kann.

So Leute, wünscht mir Glück, dass der September hoffentlich viele regnerische und lesereiche Tage mit sich bringt, denn diesen Monat war das definitiv nichts mit SuB abbauen. 
Ich wünsche euch was! ♥

Rock my Dreams - Jamie Shaw




  Preis: 12,99 € (Broschiert)
Seitenanzahl: 480
Reihe: The Last Ones To Know 4
Erscheinungsdatum: 17. Juli 2017
Verlag: blanvalet
Originaltitel: Havoc

Beschreibung: 
Er hat sein ganzes Leben auf sie gewartet – und er wird alles tun, um ihr Herz zu erobern!
Hailey Harper hat einen Plan: so schnell wie möglich ihr Studium absolvieren, um nicht länger finanziell von ihrem Onkel abhängig zu sein. Doch dann begegnet sie Mike, und plötzlich kann sie an nichts anderes mehr denken. Mike ist der Drummer der berühmten Rockband The Last Ones to Know, er ist süß, witzig – und der Exfreund ihrer Cousine Danica, die ihn jetzt, da er berühmt ist, unbedingt zurückgewinnen will. Hailey geht auf Abstand, doch sie hat die Rechnung ohne Mike gemacht: Für ihn ist Hailey das Mädchen, auf das er sein Leben lang gewartet hat – und er wird alles tun, um ihr das zu beweisen …

Meine Meinung:

Gleich zum Anfang muss ich etwas loswerden, das mich echt traurig gemacht hat - dieses Buch war für mich leider der "schlechteste" Teil der Reihe. Daher wird das hier auch keine sehr lobende Rezension - also alle, die das Buch vielleicht "in Ehren" halten wollen, sollten hier schnell wegschalten! 

Komischerweise hat mich das Buch aber anfangs noch ganz anders denken lassen. Der Einstieg, den wir in "Rock my Soul" schon aus Kits Perspektive erlebt haben, war nämlich einfach super gelungen! Hailey war mir von der ersten Zeile an absolut sympathisch und ich hab sie sofort mit in mein "The Last Ones To Know"-Herz gepackt und werde sie da auch nie wieder hergeben. Ihre sarkastische Art konnte mir immer wieder ein Lächeln entlocken und vor allem ihr großes Herz, ihre Tierliebe und ihre klare Sicht auf die Dinge konnten mich vollkommen überzeugen. Und wenn sich ihre Unsicherheit mal wieder ans Tageslicht gekämpft hat, wollte ich sie eigentlich nur knuddeln! 
Auch Mike ist mir schon seit dem ersten Teil, als er mit Rowan zusammen im Tourbus gezockt hat, ans Herz gewachsen. Seine Bodenständigkeit und positive Ausstrahlung und Einstellung sind einfach ein Traum. Und diese beiden zusammen? Ein Traum-Traum! ☺♥
Auch Danica war ein wirklich ... spezieller Charakter! Einfach eine typische Märchenhexe. Sie hat mich wirklich so oft zum Verzweifeln gebracht und unendlich wütend gemacht - also genau das geschafft, wozu sie von der lieben Jamie Shaw kreiiert wurde.
Leider hat mir gerade bei ihr die Tiefe gefehlt. Da war nichts als Egoismus, Arroganz und Boshaftigkeit. Ich fieberte immer daraufhin, wie es eigentlich dazu kam, da Hailey ja auch gute Erinnerung an sie hat, aber leider kam einfach nichts. Ich hätte da gern einfach etwas mehr gehabt - eine Erklärung, warum sie anscheinend so unsicher ist, dass sie sich in dieser Art und Weise aufspielen muss. Leider bleiben da nicht mehr als Vermutungen. 
Auch über Mike hat man nicht sehr viel mehr erfahren, als die letzten Teil es schon durchscheinen lassen haben. Es wird zwar angedeutet, dass er vor der Zeit der Band eher unscheinbar war, aber nicht ob und wie sich das auf ihn ausgewirkt hat. Da das hier ja das Buch über ihn ist, hätte ich gern auch ein paar neue Seiten von ihm entdeckt, wie es uns bei allen Jungs in den letzten Büchern auch möglich war. 
Zusammengefasst waren Mike und Danica also ziemlich einseitig. Wie Engel und Teufel. Weiß und Schwarz. 
Auch der Rest der Band hat mir ein bisschen gefehlt. Zwar waren sie die Hälfte des Buches auf Tour, aber ich habe die Blödeleien von Adam vermisst, die noch im letzten Teil so lustig und präsent waren! Oder Kits Stärke, oder Joels Heulerei, sobald er Dee vermisst ... 

Aber dafür war der Schreibstil mal wieder alleroberste Klasse. Wie immer war er total humorvoll, aber auch total einfühlsam. Ich liebe ihn einfach und ich hoffe echt, dass Jamie Shaw noch ganz viele Bücher herausbringt, damit ich diesen nie missen muss. 

Die Geschichte an sich wirft bei mir aber doch wieder Fragen auf. Zwar war die Dreiecksbeziehung zwischen Danica, Mike und Hailey absolut umwerfend und spannend, aber insgesamt hat mir die ganze Entwicklung viel zu lange gedauert. 
Auch Haileys Unizeit wurde vollkommen ausgelassen, obwohl es doch ihre Leidenschaft und Bestimmung ist, Tierärztin zu werden und es ja eben DAS Ding ist, was zwischen ihr und Mike steht, weil Danicas Vater dafür bezahlt. Zwar wurde sich dafür oft auf ihren Nebenjob im Tierheim fokussiert, aber ich hatte das Gefühl, dass es doch immer und immer wieder dasselbe ist. 
Allgemein war der Spannungsbogen für mich diesmal nicht ganz so überzeugend. Ich wartete ständig auf DEN Höhepunkt, der die ganze Geschichte aufwirbelt, doch als dieser dann ziemlich spät kam, hatte er sich auch wieder ziemlich schnell abgekühlt und ja ... Das war es dann halt. 

Fazit: Geniale Charaktere, genialer Schreibstil vs. sehr kitschige, oberflächliche und oft langweilige Szenen. Eine eher zwiegespaltene Sache, die mich nicht ganz so überzeugen konnte.



3 von 5 Sternen

Und  hier ← bekommt ihr es.

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥