Das Women's Health Kochbuch - Gabriele Giesler

  Preis: 19,99 €
Seitenanzahl: 192
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Verlag: Südwest

Beschreibung: Diät war gestern! Jahrzehntelang wurde Frauen erzählt, dass Magermodels das Maß aller Dinge seien. Doch Klappergestelle sind weder sexy, noch sind deren Körpergewicht und Essverhalten gesund. Eine sportliche Frau braucht Kalorien, denn der Motor muss verbrennen, um Höchstleistungen zu bringen. Gesundes Essen schmeckt, macht Spaß und sollte fix zuzubereiten sein. Über 120 passende Rezepte für jede Lebenslage gibt's nun im „Women's Health Kochbuch“. Stay strong, not skinny!

Meine Meinung: Wie ihr seht, gibt es heute mal eine ganz andere Buchempfehlung als sonst, nämlich zu einem Kochbuch! 

Wie man schon am Titel erkennen kann, handelt es sich hierbei um sehr gesunde Gerichte, die vor allem Sportlern zugute kommen. Eiweißhaltig und möglichst wenig Fett steht dabei bei den Gerichten ganz oben. Dass man sich einen guten Überblick über die Gerichte verschaffen kann, wird vor allem durch die Nährwertangaben unter jedem einzelnen Gericht unterstützt. Für mich und meinen Freund ist dieses Buch wirklich einfach perfekt, da mein Freund selbst ein sehr engagierter Kraftsportler ist, während ich (nur noch :D) darauf achte mich ausgeglichen zu ernähren. 

Jetzt bekommen bestimmt einige ein bisschen Bammel: "Gesund? Jeden Tag Salat? Neeee."
FALSCH! Dieses Buch bietet superleckere UND gesunde Gerichte wie Roastbeef-Sandwich (S. 44), Apfel-Pfannkuchen (S. 30) oder auch schnelle Low-Carb.Pancakes (S. 22). 
Dabei ist alles total machbar, auch für Kochanfänger! Kein Rezept, dass ich ausprobiert habe, ist nichts geworden oder war total aufwendig. Also nur Mut und ran an den Herd. ☺

Ein weiterer riesiger Pluspunkt dieses Buches ist die gesamte Unterteilung: 
Zuerst gibt es ein kleines Vorwort und eine tolle Übersicht über Produkte und Tipps für einen "guten und gesunden Einkauf". Aber das Beste folgt. 
Frühstück - fertig in weniger als 10 Minuten, Genießer-Frühstück fürs Wochenende, Picknick und Fingerfood, Muskelfood, Auftanken - Rezepte fürs Carboloading, Quick & Easy - Schnell gekocht nach einem langen Tag, Leicht & Lecker- Große Portionen, wenig Kalorien,  Detox Days - strahlend schöne Gerichte, Frei von ... - Rezepte ohne Gluten und ohne Laktose, Schlemmer-Gerichte - Mahlzeiten für den Cheatday und Sweets for my Sweet - Süßes muss nicht Sünde sein
Für jeden was dabei, oder etwa nicht? ☺

Auch die ganze Gestaltung des Buches motiviert einen total, sich gesünder ernähren zu wollen! Durch die Fotos der Gerichte läuft einem echt das Wasser im Mund zusammen und man kann gar nicht anders als so schnell wie möglich alles auszuprobieren. 

Fazit: Ein total gelungenes Kochbuch, das nicht nur zu einem gesünderen Leben und Essen anregt, sondern auch großartige Gerichte für jedermann bietet, auch für diejenigen ohne große Koch-Skills. ☺



5 von 5 Sternen

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Vielen Dank an den Südwest Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 

Lemon Summer - Kody Keplinger


  Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsdatum: 09, Mai 2017
Verlag: cbt
Originaltitel: A Midsummer's Nightmare

Beschreibung: 
Die Liebe findet dich, wo du auch steckst
Seit ihre Eltern geschieden sind, verbringt Whitley die Sommerferien bei ihrem Dad. Doch was für sie sonst die beste Zeit des Jahres war, entpuppt sich diesmal als reinster Albtraum. Denn ihr Dad – Überraschung! – hat eine neue Verlobte. Und die hat einen Sohn. Der sich ausgerechnet als Whitleys One-Night-Stand entpuppt. Weil Gefühle aber so gar nicht ihr Ding sind, lenkt Whitley sich ab: Party bis zum Umfallen. Dabei übersieht sie fast die guten Dinge direkt vor ihrer Nase. Wie den Jungen, dem wirklich etwas an ihr liegt ...

Meine Meinung: 
Wisst ihr, was ich von dem Buch halte? Ja? Ich weiß es jedenfalls nicht. Viel immerhin nicht ... 
Ursprünglich habe ich mich so sehr auf das Buch gefreut - gerade weil wirklich viele davon geschwärmt haben -, aber es hat mich nur enttäuscht. 
Vor mehreren Jahren habe ich schon mal ein Buch von Kody Keplinger gelesen, welches sich "Von wegen Liebe" nennt und ja sogar verfilmt wurde. Ich weiß nicht warum, vielleicht, weil ich um einiges jünger und unreifer war, aber ich habe das Buch echt super gefunden. Im Nachhinein, und vor allem nach diesem Buch hier, kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen. Das liegt zum einen daran, dass ich die Protagonisten wirklich furchtbar fand, aber zum anderen auch an den Ansichtsweisen, die einem durch das Buch vermittelt werden. 

Aber spulen wir erstmal zurück und schauen uns das Cover von "Lemon Summer" an. Ja ... Es ist nicht furchtbar, aber ich habe definitiv schon besseres gesehen. Ich weiß nicht, ob es direkt an der Gestaltung des Buches liegt, aber ich habe wirklich einfach kein schönes Bild von diesem Buch bekommen. Selbst das Foto für diesen Post gefällt mir nicht wirklich, aber nach gefühlten hundert Versuchen mit unterschiedlichen Perspektiven und Locations, hatte ich dann echt keine Lust mehr ...

Der Inhalt hat mich jetzt auch nicht wirklich vom Hocker gehauen. Zum einen ist die Geschichte zwar echt süß und niedlich gestaltet, aber viel zu oberflächlich und einschichtig. Die Lovestory ist hier ziemlich vorhersehbar, aber ja ... ganz gut. Die typischen Probleme von Scheidungskindern, beziehungsweise Kindern mit getrennten Eltern, dagegen sind wirklich gut und echt authentisch verfasst. Gerade bei diesen Dingen hat man echt Mitleid mit Whitley, denn ihre zahlreichen Annäherungsversuche ihrem Vater gegenüber sind so ziemlich die einzigen Momente, in welchen sie sich nicht komplett daneben benimmt. 

Whitley ist so oft nämlich so furchtbar. Sie ist egoistisch, oberflächlich und total unreif. Ihr Vater hat nach Jahren eine neue Familie gefunden, mit der er (mit fast 50 Jahren) endlich ein "normales Familienleben" führen kann und echt glücklich erscheint. Wie kann man sich da bitte so blöd verhalten und sich nicht für ihn freuen - mit 18 Jahren ... Ihre blinde Eifersucht und Wut hat mir manchmal echt die Kinnlade herunterklappen lassen, und ich weiß, wovon ich rede.
Ich bin selbst mit getrennten Elternteilen aufgewachsen - dazu muss man sagen, dass ich noch ein Kind war - und als mein Vater dann meinen kleinen Bruder bekommen hat, habe ich nicht ansatzweise so dumm (tut mir leid für den Ausdruck, aber das trifft es echt am besten) reagiert wie Whitley. 

Auch alle anderen Personen sind einfach so oberflächlich und klischeehaft gehalten. 
Bestes Beispiel: Harrison. Er ist schwul und bringt natürlich jeeeedes Klischee mit. Er kritisiert alle anhand ihrer Kleidung, will Modedesign studieren, benimmt sich so derartig tuntig und will eigentlich die ganze Zeit einen heißen Kerl aufreißen - er wirkt einfach so aufgesetzt und ... unecht. 
Das ging echt gar nicht. Ich musste mir da teilweise so arg an den Kopf greifen, wenn ich seine Passagen gelesen habe. Wie kann man so etwas veröffentlichen und Schwule in so ein schlechtes Licht rücken? 

Jetzt könnte man wohl denken, dass das Lesen die reinste Hölle war - war es aber nicht. Warum? Ja, neben all diesen schlechten Faktoren an dieser Geschichte, gibt es einen bombastisch guten. Und das ist der Schreibstil. Er ist witzig, locker und sarkastisch und damit voll mein Stil. Es liest sich echt so gut und macht so sehr Spaß, auch wenn es manchmal der größte Quatsch ist, was man da liest. Aber das ist wirklich ein riesiger Pluspunkt an dem Buch. 

Fazit: Der größte Qutasch, den ich seit Laaangem gelesen habe, verpackt in einen genialen Schreibstil. Also? Gut oder schlecht? Entscheidet es selbst!



3 von 5 Sternen

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Vielen Dank an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 

Der kleine Laden der einsamen Herzen - Annie Darling

  Preis: 10,00 € 
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Verlag: Penguin 
Originaltitel: The Little Bookshop of Lonely Hearts

Beschreibung: Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl – mit Sebastian als Held zum Verlieben ...

Meine Meinung: Gleich zum Anfang sollte man wohl klarstellen, dass man sich unter diesem Buch keine lebensverändernde Literatur vorstellen sollte. Diese Geschichte hier hat den Zweck Herz und Gemüt zu erwärmen und seinem Leser schöne Stunden mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu verschaffen - und das schafft es auch! 

Unter dem hübschen und verspielten Cover befindet sich eine Geschichte übers erwachsen werden, eine Geschichte über Verantwortung und seine Risiken, eine Geschichte über einen Traum, den unsere Posy nie aufgegeben hat. Diese Geschichte ist wirklich so positiv und optimistisch, dass jedem Leser das Herz aufgehen wird. Nicht nur das. Sie ist auch tiefgründig und lehrt seinem Publikum, dass man aus Rückschlägen lernen sollte. Aufstehen und weitermachen - sich nicht unterkriegen lassen. 

So erging es unserer lieben Protagonistin Posy. Sie und ihr kleiner Bruder Sam sind inzwischen seit etwa sieben Jahren Waisen, weil ihre Eltern bei einem Autounfall starben. So fiel die Erziehung des damals noch kleinen Sams in die Hände der gerade mal 21-jährigen Posy. Und das lies sie sich nicht zweimal sagen und versuchte alles um sich und ihren Bruder über Wasser zu halten - mit einem Job in der Buchhandlung, die  Lavinia, einer Freundin ihrer Eltern, gehörte. Sieben Jahre arbeitete sie nun bei ihr, bis auch sie starb. Das brachte aber eine noch größere Wende mit sich, denn Posy erbte den Laden und sollte ihn wieder zum Laufen bringen. Nun stellt sich für Posy die Frage, ob sie dem überhaupt gewachsen ist. Und wenn ja, wie sie es bitte anstellen solle. Ob sie das schafft, das sollt ihr natürlich selber erfahren! Ich kann nur sagen, dass es einfach herzerwärmend war, Posy dabei zuzusehen, wie sie versucht kreativ zu werden, auch wenn ihr das hin und wieder nicht ganz so gut gelingt. 

Posy ist allgemein eine sehr, sehr sympathische und liebreizende Persönlichkeit. Ich habe sie von der ersten Sekunde an gemocht, weil sie einfach so aufrichtig, authentisch und bodenständig wirkt. Ich fand es besonders lustig, wie sie immer wieder erwähnt, wieviel ungesundes Essen sie immer wieder in sich hineinschaufelt oder doch mal zu tief ins Glas guckt, wenn sie und Sam mal Probleme haben. Es wirkt einfach unglaublich gut, einen Protagonisten vor sich zu haben, der nicht so perfekt und vorbildlich ist, sondern jemanden, mit dem man sich einfach identifizieren kann. (Ich spiele auf die Sache mit dem vielen Essen an.)

Auch Sam ist eine wirklich knuffige Persönlichkeit. Er ist irgendwie ein kleiner Nerd und versucht immer total schlau zu wirken, hatte ich das Gefühl. Dabei ist er ja auch nur ein Teenager. Trotzdem hat man seine Reife in den kleinsten Situationen deutlich zu spüren bekommen. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass er Posy nie um die coolsten Sachen angebettelt hatte, obwohl seine Hosen und Schuhe viel zu klein waren, weil er selbst wusste, wie arm er und Posy dran sind. Total niedlich und bringt mein Herz echt zum Schmelzen. 

Außerdem gab es noch einen Faktor, der die Geschichte immer wieder total aufgelockert hat: Sebastian Thorndyke. Ich wusste nie so recht, ob ich mit ihm lachen oder ihm mit der Faust ins Gesicht hauen wollte. Er ist wirklich so schamlos ehrlich, was mich immer wieder zum Lachen gebracht hat. Die Diskussionen zwischen ihm und Posy waren einfach göttlich! (Am liebsten würde ich jetzt diesen Move machen, bei dem man die Hand so an den Mund legt und einen Kussmund macht. Versteht ihr, was ich meine? Dieses Zeichen, wenn es gut schmeckt. Aber wir sind hier ja in den Tiefen des Internets.)

Der Schreibstil hat mir ebenfalls total gut gefallen, da er so locker und humorvoll ist. Jedoch hätte ich mir wohl lieber einen Ich-Erzähler gewünscht, als den der dritten Person. Meiner Meinung nach hätte man so Posys Gedankengänge sowohl in Bezug auf den Buchladen als auch auf Sebastian besser nachvollziehen können. 
Was aber an der Geschichte ganz niedlich ist, ist, dass man praktisch zwei Geschichten mit einem Mal serviert bekommt. Posy schreibt nämlich nebenbei ihren kleinen Schundroman, den man nach fast jedem Kapitel weiterverfolgen kann. Es ist wirklich total süß gemacht!

Leider war die ganze Geschichte aber natürlich sehr vorhersehbar. Aber wie gesagt, hier zählt allein die Unterhaltung. ☺

Fazit: Ein hübsches Buch, eine niedliche Geschichte, viele tolle Charaktere! Das alles bekommt ihr geboten, wenn ihr euch entscheidet, dieses Buch zu lesen, und was ich vergessen habe: ein breites Grinsen auf dem Gesicht! 



4 von 5 Sternen

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Vielen Dank an den Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥

Die Brut: Sie sind da - Ezekiel Boone

  Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 400
Reihe: Die Brut 1
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2017
Verlag: Fischer Taschenbuch
Originaltitel: The Hatching

Beschreibung: Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell.
Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören.
In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben.
In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich.
In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht.
Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien.
Meine Meinung: Puuh ... Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben ist für mich eine ziemliche Herausforderung. Versteht das jetzt nicht falsch, es ist ein wirklich gutes Buch, aber irgendwie - und keine Ahnung warum - weiß ich gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Ein gutes Zeichen ist das, glaube ich, nicht. Aber los geht's! 

Werfen wir zuerst mal einen Blick auf das Cover (haaach, ich liebe Thriller-Cover!). Die Aufmachung dieses Buches ist genial! Ich habe, glaube ich, noch nie so ein tolles und passendes Cover zu einem Thriller gesehen. Zumindest in meinem Bücherregal ist es ein totaler Hingucker! 
Der Einsatz der Farben ist so kontrastreich und zieht damit echt alle Blicke auf sich. Das kann niemand abstreiten. Zum anderen wird aber auch gleich auf das Thema eingegangen, indem sich um die Schriften herum ganz viele zarte Spinnenweben ziehen. Und da das ja noch nicht ausreicht, hat die Schrift zusätzlich noch einen leichten 3D-Effekt, sodass man echt denken könnte, dass diese kokonartig aufgebaut ist (Gott sei Dank schlüpfen aus dieser aber keine achtbeinigen Krabbelviecher, da kann ich euch schon mal beruhigen!). Und weil das jetzt immer noch nicht genug an Perfektion ist, wurde auch noch der Buchschnitt passend zur Schrift in ein grelles Rot gefärbt. Toll toll toll!! ☺

Auch das, was sich unter diesem schönen Einband verbirgt, ist super. Die Geschichte handelt, wie man jetzt wahrscheinlich unschwer erkennen kann, von Spinnen. Dabei kommen echte Weltuntergangsängste auf. Um nicht zu viel vorwegzunehmen würde ich euch einfach mal einen vagen Umriss geben, indem ich sage, dass ihr euch auf einen Mix aus "2012" (diesem Film, in dem die Welt untergeht - für alle, die ihn nicht kennen) und einer etwas schrecklicheren und tödlicheren Heuschreckenplage aus der Bibel (mannoman habe ich jetzt lange gegoogelt, um rauszubekommen, was das nochmal war) verlassen könnt! 

Jetzt komme ich mal ins Schwärmen - dieser Schreibstil!!! Der hat mir so unglaublich gut gefallen, Leute. Er war einfach so gelungen. Es war total spannend und bildhaft nachvollziehbar. Zum anderen war es auch total lustig und hat mich so oft zum Schmunzeln gebracht. Also echt, dieser Typ kann Schreiben. Aber hallo! Für diesen tollen Schreibstil gibt es echt zehntausend Pluspunkte. ☺

Die Erzählweise dieser Katastrophe hat mir dabei anfangs sehr gut gefallen, gegen Ende eher nicht mehr ganz so. Diese Geschichte wird nämlich aus immer mehr und mehr Perspektiven zusammengetragen - der Opi, der seinen Hund ausführt; eine Wissenschaftlerin, genannt Melanie, die auf Spinnen spezialisiert ist; das Weiße Haus; Agent Mike Rich (*sabber sabber*) ... uuund noch viele, viele, viele andere. "Unwichtige" Charaktere, die nur ein Kapitel einnehmen, bekommen dabei gar nicht erst Namen, was in der Hinsicht echt gelungen ist, da so komplett umgangen wird, dass man irgendwie durcheinander kommt. Was aber dafür total kontraproduktiv ist, ist, dass so viele  "wichtige", also mehrmals auftretende, Charaktere vorgestellt werden, und dabei so viel irrelevantes Gelaber (tut mir leid, aber es ist wirklich so) über diese aufgereiht wird. Zum Beispiel, dass sie in den Sechzigern irgendwelche amerikanischen Teams gefeiert haben, jetzt aber nicht mehr, bla bla bla... Ganz ehrlich, wen juckt das? Natürlich ist es wichtig einen groben Umriss von den Personen zu bekommen, zum Beispiel, dass sie eine Tochter haben oder geschieden sind oder was ihr Beruf ist, und so weiter. Aber teilweise wurde da so sinnloses Zeug über die Charaktere erzählt, dass mein Kopf die Zeilen schon automatisch überflogen oder gar nicht mehr aufgenommen hat, weil es einfach so nichtssagend war. Das trägt auch einfach überhaupt nicht dazu bei, dass man die Personen besser kennenlernt oder anfängt zu mögen. Es ist einfach nur total überflüssig. 

Die Personen, die man jedenfalls näher kennengelernt hat - das waren zum Beispiel Agent Mike Rich, die Wissenschaftlerin Melanie, oder auch die Präsidentin Steph mit "ihrem Gefolge" -, gewinnt man total lieb. Auf diese Kapitel habe ich mich immer gefreut, weil zum Beispiel Melanies Kapitel immer am spannendsten waren, da sie ja diese neue Spinnenart erforscht. Mikes Kapitel waren einfach die lockersten und auch irgendwie humorvollsten, weil er eine richtig coole Art hat, die die Story einfach immer und immer wieder so aufgemischt hat. Zu beobachten, was im Weißen Haus abgeht, war dafür am interessantesten. Ich persönlich bin ja auch ein totaler "House of Cards"-Fan. Mich interessiert es einfach total wie Regierungen, vor allem die amerikanische, mit Katastrophen und Intrigen umgehen. 

Den ganzen Verlauf der Geschichte fand ich auch sehr nachvollziehbar und realistisch gestaltet. Leider hat mich das Ende aber nicht so richtig geschockt, geflasht oder auch nur ansatzweise bewegt. Da hätte ich mir vielleicht einen etwas größeren Höhepunkt gewünscht, oder einen schönen Cliffhanger für den nächsten Teil. Schade, schade. 
Im Nachhinein verstehe ich auch ehrlich gesagt nicht ganz, warum das Buch ein Thriller sein soll. Nur weil viele Menschen sterben? So richtig gruselig war es jedenfalls nicht und gerade sowas sollte bei einem Thriller doch schon sein, oder?

Ob ich den zweiten Teil kaufen will, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht so wirklich. Zwar möchte ich schon gern wissen, wie es weitergeht - wie und ob sich überhaupt die Katastrophe eindämmen lässt, und auch, weil sich da so etwas kleines zwischen meinen Lieblingscharakteren angebändelt hat -, aber ich habe echt ein bisschen Angst, dass wieder fünfzig Prozent des Buches aus sinnlosem Geblubber besteht. 

Fazit: Eine spannende Geschichte, die garantiert nichts für Leser mit Arachnophobie sein wird, aber dafür für alle, die einen tollen Schreibstil schätzen!



4 von 5 Sternen

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Vielen Dank an den Fischer Taschenbuch Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 

Der Schwarze Thron: Die Schwestern - Kendare Blake

 Preis: 14,99 (Broschiert)
Seitenanzahl: 448
Reihe: Der Schwarze Thron 1
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Verlag: Penhaligon
Originaltitel: Three Dark Crowns 

Beschreibung: 
Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren ― doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod ― er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

Meine Meinung: Schon das Cover dieses Buches hat mich vollkommen umgehauen - die Krone, aus der Finsternis und das Grauen höchstpersönlich aufzusteigen droht. Ich finde es perfekt! Das Cover der deutschen Ausgabe von "Three Dark Crowns" kann hier also definitiv mit dem Original mithalten. Die Tatsache, dass sich der erste und der zweite Teil nun sowohl auf dem Cover als auch auf dem Buchrücken ergänzen, macht das Ganze nur noch toller.

Aber weiter zum Inhalt, und dieser enttäuscht uns ebenso wenig. 
Die liebe Kendare Blake hat sich da nämlich echt was Tolles ausgedacht: Fennbirn. Dieses Reich muss man sich als eine Insel vorstellen, die nochmal in verschiedene Gebiete unterteilt ist. Das Besondere daran ist, dass in Blakes Welt einzig und allein auf dieser Insel Menschen mit Naturbegabungen geboren werden. Darunter gibt es Giftmischer, die immun gegen verschiedenste Gifte sind, Naturbegabte, die eine besondere Verbindung zu Tieren und Pflanzen haben und diese sogar kontrollieren können, Elementwandler, welche ein Händchen für die Elemente haben, aber auch Krieger und sogar Orakel, die die Zukunft oder bestimmte Visionen sehen können. 
Da all diese Parteien sich gar nicht leiden können, verteilen die zugehörigen Menschengruppen sich auf ein bestimmtes Gebiet auf Fennbirn. Warum sie sich gegenüberstehen? Die herrschende Königin gebärt immer Drillinge, die genau eine dieser Gaben vertreten. Jedoch werden sie nie gemeinsam herrschen, denn nach einer bestimmten Zeremonie - der Erwachenszeremonie - müssen die drei Schwestern sich gegenseitig töten. Und die, die übrig bleibt, darf dann den Thron besteigen, zusammen mit der Familie, von der sie aufgezogen wurde und welche die gleiche Gabe besitzt. 
Cool, oder? Fand ich auch! 

Leider war die Umsetzung für mich anfangs eeecht schwierig! Ich fand den Schreibstil schwierig, die Charaktere noch dazu ... Ich kam echt ständig durcheinander, hab die Charaktere verwechselt oder erst gar nicht wirklich wahrgenommen. Das war wirklich knifflig. Zusätzlich sind die Kapitel anfangs echt lang und ziehen sich wirklich, weil nur die Königinnen "in ihrem natürlichen Lebensraum" vorgestellt werden. 

Im Nachhinein war das aber echt gar nicht so schlecht. Durch die Abwechslung in den Perspektiven - also mal Katharine und die Giftmischer, Arsinoe und die Naturbegabten oder Mirabella und ihre Elementwandler - wird eine total krasse Spannung aufgebaut, was vor allem an den Intrigen liegt, die man untereinander spinnt. 
Im Laufe der Geschichte, somit auch mit zunehmender Spannung, werden die Kapitel immer kürzer, was das Leseerlebnis natürlich nur noch umso mehr steigert. Gleichzeitig führen auch alle Geschichten immer mehr zusammen, was man total gut auf der Karte von Fennbirn mitverfolgen kann, da die Kapitel nicht mit dem Namen eines Hauptcharakters, sondern dem Ort, an dem wir uns gerade befinden, überschrieben wurde. 

Wie schon gesagt, wurde die Welt, die Kendare Blake sich da vorgestellt hat, einfach so gut umgesetzt. Gleichzeitig hat sie ihre Charaktere aber auch unglaublich gut mit dieser verknüpft. Jedes Volk hat seine eigenen Eigenschaften und genauso merkt man diese den Charakteren an. 
Die Giftmischer sind extrem dominant und lassen die kleine, zarte Katharine so unter sich leiden, indem sie sie schon fast gnadenlos mit Gift zupumpen, in der Hoffnung sie abhärten zu können. Katharine habe ich während des Verlaufs echt lieb gewonnen, weil ihre Charakterentwicklung wirklich toll ist!
Mirabella ist dagegen der Liebling des Tempels, also der vertretenden Religion auf der Insel, weil ihre Gabe schon seit sie klein ist sehr stark ausgeprägt ist. Ihr Selbstvertrauen und ihre anhaltende Liebe zu ihren Schwestern hat mir anfangs so gut gefallen, dass ich dachte, sie könnte mein Liebling werden. Jedoch kam sie mir später nur noch vor wie ein kleines Naivchen. Was das für einen Grund hat, sollt ihr aber selbst erfahren.
Und zu guter Letzt die liebe Arsinoe. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich sie, ihr Volk und ihre Geschichte anfangs sooo langweilig fand. Genauso sehen sie übrigens auch der Rest der Insel - als keine Bedrohung, einen einfachen Schwächling. Jedoch sind sie und Jules mit ihrer Raubkatze Cam, Billy, Madrigal und Cait mir am meisten ans Herz gewachsen. Außerdem hat sich ihre Geschichte und Person auch am meisten und am besten entwickelt. Ihr unerschrockener und nicht zu bändigender Ehrgeiz ist einfach faszinierend gewesen.

Der Verlauf der Story ist so unglaublich genial!!! Wirklich! Er ist überhaupt nicht vorhersehbar und hat so krasse Wendungen ... Ich war in den letzten Seiten teilweise so sprachlos, aber vor allem das Ende des Buches hat mich komplett zerstört, und wahrscheinlich auch jeden anderen, der das Buch so verschlungen hat wie ich. 

Fazit: Wäre der Anfang des Buches nicht so verdammt hart gewesen, wäre dieses Buch mein absolutes Highlight seit Langem - ist es vielleicht trotzdem. Ein erstklassiger Fantasyroman mit extremen Wendungen und genialen Verstrickungen. Hut ab, Kendare Blake, Hut ab.



4,5 von 5 Sternen

Und  hier ← bekommt ihr es.

Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥