Was andere Menschen Liebe nennen - David Levithan, Andrea Cremer

  Preis: 14,99 € (Broschiert)
Seitenanzahl: 416
Erscheinungsdatum: 26. Juni 2017
Verlag: cbt
Originaltitel: Invisibility

Beschreibung: Der 16-jährige Stephen ist unsichtbar – und zwar schon von Geburt an. Ein Fluch lastet auf ihm. Ganz allein lebt er in einem Hochhauskomplex mitten in New York City. Eines Tages zieht dort Elizabeth mit ihrer Familie ein und es passiert etwas, womit Stephen nie in seinem Leben gerechnet hätte. Elizabeth kann ihn sehen! Zwischen den beiden entspinnt sich eine Liebesgeschichte, so traumhaft schön wie der Sommer, aber gleichzeitig auch so bedrohlich wie ein nahendes Unwetter. Und dann müssen die beiden eine Entscheidung treffen, die den Unterschied zwischen Liebe und Tod bedeuten kann.

- Vorsicht! Wenn ihr dieses Buch noch lesen möchtet, dann solltet ihr diese Rezension nicht lesen, da es quasi unvermeidbar ist zu spoilern. -

Meine Meinung: Freunde, Freunde ... Heute mal wieder eine eher enttäuschende Rezension zu einem Buch, auf das ich mich eigentlich so sehr gefreut habe. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich ein riesiger Fan von David Levithan. "Letztendlich sind wir dem Universum egal" (HIER DIE REZENSION DAZU) hat mich damals so sehr vom Hocker gehauen. Es war einfach beeindruckend, tiefgründig, hat klare Statements im Bezug auf die Sexualität gesetzt und meine Sicht auf viele Dinge geändert, weil es so sehr zum Nachdenken angeregt hat. Dieses Buch im Vergleich dazu ist gar nichts, einfach gar nichts. 

Aber zu Anfang wusste ich das ja noch nicht, und auch das Cover hat mich nur in der Ansicht bestärkt, dass dies eine tolle Leseerfahrung wird. Zu sehen sind unsere beiden Protagonisten: Stephen und Elizabeth. Hinter ihnen erkennt man noch den Central Park und die Skyline New Yorks, welchen ja auch eine große Bedeutung im Buch zukommt. 

Desweiteren war auch der Anfang des Buches toll. Die Ausgangssituation des unsichtbaren Stephens hat mich so an A von "Letztendlich sind wir dem Universum egal" erinnert. Es war ganz klar strukturiert und geregelt, was seine Existenz ausmacht und hat daher sogar noch Vorteile gegenüber dem anderen Buch aufgezeigt. Im Großen und Ganzen hatte es also durchaus Potenzial wieder so ein fesselndes und atemberaubendes Gedankenspiel zu werden, aber wie sich dann die ganze Geschichte entwickelt hat, war einfach furchtbar. 
Die ganze Story um Fluchsprecher und -seher kam mir vor, wie ein schlechter Abklatsch der Mortal Instruments Reihe und dieser Hexe Sabrina Serie, die damals immer auf SuperRTL lief. Zusätzlich war es kein bisschen tiefgründig und ebenso die Liebesgeschichte zwischen Stephen und Elizabeth, die ja im Klappentext so betont wird, rutscht fast vollständig in den Hintergrund.
Zu diesem Zeitpunkt geht es nicht länger um Stephen, er ist eigentlich eher so ein Nebenprodukt der Geschichte, denn Elizabeths Entwicklung, die mal ganz nebenbei total absurd, schlecht konstruiert und ein echt großer - riesiger - Zufall sein soll, nimmt jetzt die ganze Geschichte ein. Das fand ich nicht nur schlecht, ich fand es auch traurig, weil ich eigentlich Stephens Geschichte hören wollte und nicht so eine komische Hexereienselbstfindungsphase, die sich auch noch oft total widerspricht. 
Zusätzlich besteht der mittige Teil des Buches einfach aus so vielem irrelevantem Gequatsche, auf das man eigentlich verzichten kann. 

Wenn man sich aber einmal auf die Geschichte eingelassen - oder sagen wir besser, sich mit ihr abgefunden hat - entfaltet der tolle Schreibstil seine Wirkung so gut es geht. Denn in diesen Momenten wird es dann doch immer ziemlich spannend und gerade das Ende ist episch gemacht, auch wenn es nicht das ist, was ich mir gewünscht hätte. 

Gleichzeitig treffen auch die Charaktere mitten in die Zielscheibe jedes Leserherzens - mal ganz abgesehen von Elizabeth, die die ganze Zeit viel zu beschäftigt mit sich selbst ist und nicht mehr auf ihr Leben klarkommt. Die hat genervt. 
Aber zum Beispiel Stephen ist ein typischer Levithan-Charakter. Er ist selbstlos, freundlich, tolerant und ganz nach meinem Geschmack. 
Auch Laurie, Elizabeths kleiner Bruder, war so zum Dahinschmelzen. Verträumt, optimistisch, von Grund auf gut und ein bisschen verpeilt - einfach hinreißend. 


Fazit: Die Charaktere, der tolle Schreibstil und die ganze Idee hinter der Geschichte haben mich verzaubert, während mir die Mainstory immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Insgesamt also doch eher nur ein mittelmäßiges Buch.



3 von 5 Sternen

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Vielen Dank an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 

Nothing Like Us - Kim Nina Ocker





Preis: 6,99 € (eBook)
Seitenanzahl: 403
Reihe: Upper East Side 1
Erscheinungsdatum: 6. Juli 2017
Verlag: LYX.digital
Beschreibung: Sie kam nach New York, um ihren Traum zu leben. 
Doch dort findet sie so viel mehr ...
Die 19-jährige Lena Winter kann ihr Glück kaum fassen: Sie hat einen Praktikumsplatz in der Küche des WEST Hotel & Residences ergattert - eines der größten und angesehensten 5-Sterne-Hotels in New York. Doch statt den Köchen und Pâttisieren bei der Arbeit zuzuschauen oder gar zur Hand zu gehen, muss sie an ihrem ersten Tag im Hotel den Hof fegen und Wäschekammern aufräumen. Das hatte sie sich eigentlich anders vorgestellt. Zumal ihr dann auch noch ein anderer Praktikant zur Seite gestellt wird, der zwar unverschämt attraktiv ist, dessen überhebliche Art sie aber vom ersten Moment an in den Wahnsinn treibt. Was sie nicht ahnt: Der Mann, den sie soeben zum Bodenfegen verdonnert hat, ist niemand anders als Sander West, der Sohn und Erbe des milliardenschweren Besitzers der WEST-Hotelkette. Doch Sander ist so fasziniert von der schlagfertigen und ehrgeizigen jungen Frau, dass er das Missverständnis nicht aufklärt. Schon bald knistert es heftig zwischen den beiden. Aber was geschieht, wenn Lena die Wahrheit erfährt?

Meine Meinung: Bonjour, Freunde! Heute nehmen wir mal das Buch "Nothing Like Us" etwas genauer unter die Lupe, und womit könnte man besser starten als mit diesem wirklich kreativen und hübschen Cover?
Wenn ihr euch jetzt schon die Beschreibung des Buches durchgelesen habt (Habt ihr doch, oder?), dann fällt natürlich sofort auf, dass das Cover nicht nur super passend ist, sondern sofort einen kleinen Anreiz gibt, die Geschichte zu lesen. Denn wer möchte schon nicht gern wissen, was hinter geschlossenen Hotelzimmertüren mit einem "Bitte nicht stören"-Schild passiert?
Was? Ihr nicht? Ob ich ein Stalker bin? 
Nein nein, Spaß beiseite und machen wir gleich mal mit dem Inhalt weiter. 

Also ich persönlich musste im Laufe der Story wirklich sehr, sehr oft an unseren lieben Chuck Bass aus Gossip Girl oder auch an die nicht ganz so sympathische Paris Hilton denke, als ich das Buch gelesen habe. Denn wie ihr wisst, ist ja auch unser lieber Sander der Erbe einer millionenschweren Hotelkette. Leider konnte er mich nicht ganz so faszinieren wie Chuck Bass, da er mir oft viel zu aufgesetzt und einfach nicht authentisch genug war. Außerdem legt er auch oft ein echt komisches und besitzergreifendes Verhalten an den Tag, das mir einfach gar nicht sympathisch war. Und Leute, ich versichere euch, es war nicht so eine sexy "Ich-liebe-dich-und-geb-dich-nie-wieder-her"-Dominanz wie die von Hardin aus der After-Reihe, sondern einfach ein kindisches Rumgenörgle, das an einen kleinen Jungen erinnert hat, dem man den Lolli weggenommen hat. 

Lena Winter dagegen ist eine sehr tolle Protagonistin. Sie ist einem nicht nur auf den ersten Blick total sympathisch, sondern hat auch Witz, Selbstbewusstsein und Eier in der Hose! (Das ist jetzt zwar anatomisch nicht ganz richtig, aber egal.)
Ihre kleinen, aber ehrlichen, Sticheleien und Sprüche haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und das ganze Buch versüßt. 
Auch im Bezug auf ihre Freundeswahl von Lexi und Kairo hat sie echt Geschmack, weil auch die beiden mir unglaublich ans Herz gewachsen sind. 

Ein weiterer großer Pluspunkt des Buches ist der unglaublich geniale Schreibstil! Mich persönlich hat er immer wieder durch seine humorvolle, ironische und warme Art ein bisschen an den von Mona Kasten erinnert. 
Leider muss man hier aber anmerken, dass die Autorin ja hin und wieder einen Perspektivenwechsel zwischen Lena und Sander nutzt, was zwar super ist, um alle handelnden Personen in ihren Gedankengängen zu verstehen, jedoch finde ich persönlich, dass man in so einem Fall auch an dem Schreibstil erkennen sollte, wer hier gerade spricht. Das fiel mir aber leider immer wieder etwas schwerer und ich bin ziemlich durcheinandergekommen.

Die Handlung dagegen konnte mir aber wieder etwas abgewinnen, auch wenn sie sich in der Mitte ein klein wenig zog. Sie ist total originell, kein bisschen ausgelutscht und dadurch auch ziemlich interessant! 

Fazit: Eine originelle Geschichte, die einen neuen Wind in mein Bücherregal bringt, in Kombination mit einer wirklich sympathischen und aufrichtigen Protagonistin und einem absolut fesselndem Schreibstil. Leider hat mir aber manchmal ein bisschen die Würze gefehlt.



3,5 von 5 Sternen

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Vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 

So blau wie das funkelnde Meer - Kelly Rimmer

 Preis: 14,99 € (Broschiert)
Seitenanzahl: 416
Erscheinungsdatum: 13. Juni 2017
Verlag: Blanvalet
Originaltitel: Me without You

Beschreibung: Sie haben die Liebe ihres Lebens gefunden – doch das Schicksal hatte andere Pläne.
Vor einem Jahr traf ich die Liebe meines Lebens. Für zwei Menschen, die nicht an die Liebe auf den ersten Blick glauben, kamen wir dem Ganzen doch sehr nah. Lilah McDonald, umwerfend schön, eigensinnig, stur und in vielen Dingen einfach so wundervoll, dass es Worte nicht beschreiben können. Sie half mir, ins Leben zurückzufinden. Meine Lilah, die mir so viel gab und doch ein Geheimnis vor mir hatte, denn sie wusste, dass mir die Wahrheit das Herz brechen würde. Mein Name ist Callum Roberts, und das ist unsere Geschichte. 

Meine Meinung: So Leute ... Diese Rezension hier fällt mir echt nicht leicht. Warum? Tja, zum einen habe ich mich einfach unglaublich auf das Buch von Kelly Rimmer mit dem unglaublich schönen Klappentext und dem wunderschönen Cover gefreut. Zum anderen hat mir dann fast gar nichts gefallen, was hinter dem Umschlag lauerte. 

Wie sich schon erahnen lässt, sind Callum und Lilah ein Paar. Auch wenn Lilah ihn immer und immer wieder von sich gestoßen hat, denn sie will eigentlich keine Beziehung. Und das nicht weil sie schlechte Erfahrungen gemacht hat, auch nicht weil sie gerne viele Liebhaber auf einmal hat, sondern weil sie krank ist. Lilah hat nämlich Chorea Huntington, wobei sie jetzt schon weiß, dass sie dieses langsam zu Boden raffen wird. An sich also ein wirklich intensives und herzzerreißendes Thema, das aber leider erst in den letzten 100 Seiten wirklich umgesetzt wird. 
Die anderen 300 Seiten dagegen waren einfach die reinste Qual, ganz ehrlich. Es war nicht nur absolut langweilig, ich habe auch vorher einfach keine wirkliche Handlung entdecken können, außer dass Callum und Lilah ständig essen, reden, essen, reden und essen und reden. *gäääähn*
Zumal die beiden sich auch wirklich teilweise über immer und immer wieder die gleichen Dinge wie ihre Kindheit oder ihre Eltern unterhalten haben. Es hat einfach so genervt.

Wenn sie sich aber mal nicht unterhalten haben, dann hat Lilah zu hundert Prozent die "Machtkarte" ausgespielt. Sie hat Callums Faszination für sie so sehr ausgenutzt und ihn ständig dastehen lassen wie ein kleines naives, konsumorientiertes Kind. Die Beziehung der beiden war einfach gar nicht auf derselben Ebene. Ständig wurde Lilah in den Himmel gelobt, obwohl sie meiner Meinung nach einfach nur die Pest war.
Grundsätzlich hat sie eine richtig beneidenswerte Sicht auf die Welt und auf jeden Fall eine gute Art und Weise zu leben, aber wie sie das auslebt, ist halt einfach grauenvoll. Sie ist altklug und absolut pessimistisch. Alles ist schlecht - ob es Fleisch ist oder Konservierungsmittel oder BADESCHAUM. Ja, Badeschaum. Alles schlecht, schlecht, schlecht.
Zum anderen verlangt sie selbst, dass Callum ihren "Hippie-Lifestyle" (blöd ausgedrückt, aber oberflächlich gesehen kann man das schon so sagen) auf keinen Fall ändert, aber ihn belehrt sie ständig, wie er zu leben hat und was er doch besser machen soll. Diese Frau ist der reinste Kotz. Hilfe.
Callum dagegen ist eigentlich ganz niedlich, aber sooo lahm. Er kommt halt echt nicht aus dem Arsch und lebt die ganze Zeit einfach so vor sich hin. Abgesehen von Lilah ist ihm so ziemlich alles egal ... Er kann sich nicht mal den Namen der Frau seines Bruders merken, aber eigentlich ist es ihm auch Wurst. Toller Typ auf jeden Fall.
Wie man sieht konnte ich mich also echt gar nicht mit den Charakteren identifizieren. Zusätzlich waren die beiden auch schon 40 Jahre alt und da hapert es bei mir sowieso schon, weil ich eben gerade mal 18 bin. Ich kann mich dann halt einfach gar nicht in die Personen reinversetzen, wenn ich so eine große Spanne zwischen ihnen und mir sehe.

Zuletzt ist auch der Schreibstil nicht wirklich fesselnd. Er ist jetzt nicht schlecht, aber er ist meiner Meinung nach einfach irgendwie so kalt, distanziert und emotionslos. Selbst dieses Vergöttern von Lilah kommt in zwei Drittel des Buches einfach total gezwungen und gar nicht authentisch rüber. Es herrscht einfach eine ganz unangenehme Grundstimmung und Atmosphäre.
Zusätzlich hatte ich auch total Probleme damit, die Dialoge ordentlich zu verfolgen. Ich wusste nie genau, wer jetzt gerade spricht und musste oft ziemlich lange überlegen, um den roten Faden wiederzufinden.

Fazit: Ein Buch mit einem unglaublich gutem Grundgedanken, jedoch wurde es einfach total schlecht umgesetzt. Es wird eigentlich gar nicht auf diesen wirklich wichtigen Teil über die Krankheit eingegangen, sondern nur drum rumgeschwafelt. Zusätzlich sind die Charaktere einfach grottig. Aber das wundervolle Cover (da hat der Verlag echt eine Meisterleistung abgegeben)  und das doch ziemlich emotionale Ende haben doch noch ein bisschen was wieder gutmachen können. 



2,5 von 5 Sternen

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Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 

Stolz und Vorurteil - Jane Austen

  Preis: 10,00 € (Taschenbuch)
Seitenanzahl: 640
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Verlag: Penguin Verlag
Originaltitel: Pride & Prejudice

Beschreibung: Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil ...

Meine Meinung: So, ihr Lieben, heute singe ich mal wieder Loblieder. Auch wenn ihr das singen nicht hören werdet... Aber ihr könnt euch ja eine schöne Melodie zum Lesen hinzudenken. :P 
Und heute geht es auch mal wieder um ein etwas anderes Buch - und zwar einem Klassiker der Weltliteratur, den Jane Austen im Jahre 1813 unter dem Pseudonym "by the author of Sense and Sensibility" veröffentlichte. Warum das Werk schon nach einem halben Jahr komplett ausverkauft war und auch noch heute - ganze 204 Jahre später - immer noch ein Kassenschlager ist, versuche ich euch jetzt hier nahe zu bringen. 

Der erste Grund dafür ist, dass das Thema, welches das Buch behandelt, einfach zeitlos ist. Gerade in den letzten Jahren musste bestimmt jeder mal überdenken, ob er sich dem Fremden gegenüber zu stolz, zu verurteilend, zu stur verhält. Genau diesem Gedanken widmet sich auch "Stolz & Vorurteil". 

Wer schon mal etwas von dem Klassiker gehört hat, denkt sicherlich sofort an die romantische Liebesgeschichte zwischen Elizabeth Bennet und Fitzwilliam Darcy. Jedoch beinhaltet dieses Buch einfach so viel mehr. Für mich ist es immer wieder wie ein Kulturschock, dieses oder andere in der Zeit spielende Bücher zu lesen, da man in eine so krass gegensätzliche Gesellschaft gebeamt wird. Richtig gehört - gebeamt. Denn sobald man sich in den Schreibstil hineingefunden hat, denkt man selbst, ein stiller Beobachter an Elizabeths Seite zu sein. 

Und da haben wir es schon - der Schreibstil. Manchmal ist er ein bisschen unübersichtlich, aber die meiste Zeit hat er mich einfach vollkommen durch seinen zarten Sarkasmus, fast schon Zynismus, amüsiert und total gefesselt. Und so ist es wirklich. Jane Austen ist nicht einfach gammelige, stinkend alte Schullektüre. Jane Austen und gerade "Stolz & Vorurteil" ist viel mehr ein Einblick in die Entwicklung eines jeden einzelnen Menschen. Ich wüsste echt nicht, welche Person sich nicht manchmal in dem Roman wiedererkennt. Ob es in der Naivität von Elizabeths Mutter, der großen Klappe von Lizzi oder dem unendlich großen Ego des lieben Mr. Darcys ist. Ich habe mich ehrlich gesagt in der Sturheit beider letzteren wiedererkannt, ups. ☺

Auch die Charakterfindung der handelnden Personen ist, wie schon angedeutet, einfach so authentisch, realistisch und gerade dadurch auch amüsant und spannend. 
Vor allem, und da bin ich wahrscheinlich der einzige Mensch auf Erden, habe ich Darcy so ins Herz geschlossen und hätte Elizabeth und ihre unverblümte Ehrlichkeit manchmal echt umbringen können. Herzzerreißend! #teamdarcy
Aber wie heißt es so schön? Was lange währt, wird endlich gut. ♥


Fazit: Ein zeitloser Klassiker, der definitiv etwas für jeden ist und den auch jeder kennen sollte.

5 von 5 Sternen

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Vielen Dank an den Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 

Neuzugänge Juni

Hallöchen, ihr Hübschen. ♥ Bei mir sind im Juni 6 Bücher eingezogen - plus 10 ... Was? Nein? Das sind nicht viele. Quatsch doch nicht!
Aaaaber wirklich gekauft habe ich mir davon gerade mal 5. Gut, oder? ☺ Na dann schauen wir doch mal.

Vielleicht haben es ja schon ein paar von euch mitbekommen. Ich habe nämlich bei der #liesdichweg-Aktion von Thalia mitgemacht und ein Buchpaket gewonnen, welches
"Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie"von Lauren Oliver, "Das Leben fällt, wohin es will" von Petra Hülsmann, "Frag nicht nach Sonnenschein" von Sophie Kinsella, "Die fremde Königin" von Rebecca Gablé und "Into the Water" von Paula Hawkins
enthielt. ☺ Über jedes einzelne Buch habe ich mich so sehr gefreut! Bei drei Büchern war es sogar ein verdammt lustiger Zufall - "Into the Water" wurde mir zum Beispiel als Rezi-Exemplar zugesagt, aber ich habe es trotz mehrerer Nachfrage nie erhalten. "Wenn du stirbst [...]" wollte ich mir einen Tag vorher noch kaufen, habe es aber Gott sei Dank nicht gemacht und "Frag nicht nach Sonnenschein" habe ich schon auf Englisch gelesen und seeehr gefeiert!

Außerdem gab es noch viele schöne Rezi-Exemplare für mich, unter anderem "Glücksspuren im Sand" von Rachel Bateman, "Was andere Menschen Liebe nennen" von David Levithan und Andrea Cremer (David Levithan!!! Sooo mega!), "So blau wie das funkelnde Meer" von Kelly Rimmer, "Rock my Soul" von Jamie Shaw (HIER DIE REZENSION) und  "Nothing Like Us" von Kim Nina Ocker.

Gekauft habe ich mir also nur "Feel Again" von Mona Kasten, die ersten beiden Teile der "Field Party"-Reihe von Abbi Glines (hatte mal wieder sooo Lust auf eine erfrischende Highschool-Geschichte) und "13 Reasons Why" von Jay Asher und "We Were Liars" von E. Lockhart (beide auf Englisch). Und hier waren sogar alle außer "Feel Again" stark reduziert oder ich habe sie gebraucht gekauft.

Aber da fehlt doch noch was? Richtig! Nämlich "Secret Fire - Die Entflammten"von C.J. Daughtery. Das gab es nämlich kostenlos (!!!). Und da es sowieso auf meiner Wunschliste stand und nicht so ein schönes Cover hat, dass ich es unbedingt als Hardcover brauche, habe ich da natürlich sofort zugeschlagen.

So Leute, das war es "schon" von mir! Schreibt mir doch mal, wenn ihr schon mit einem der Bücher Bekanntschaft gemacht habt.
Ansonsten wünsche ich euch noch einen tollen Tag! ♥



Lesemonat Juni

Insgesamt zieren 7 Bücher  und ein kurzes eBook meinen Lesemonat Juni. Insgesamt sind das 3280 Seiten und dafür, dass ich Anfang Juni umgezogen bin (und sich das gefühlte Ewigkeiten hingezogen hat) oder auch noch meinen Abiball und so weiter hatte, bin ich echt zufrieden damit! Pro Tag wären das nämlich etwa 109 Seiten und joar, das passt schon! 

 Dieses süße kleine eBook - Dear Summer 1 von Ruby Baker - habe ich gelesen um zu vermeiden, dass ich Feel Again komplett in ein paar Tagen verschlinge. Diesen Zweck hat es vollkommen erfüllt und ich habe mich an der süßen Geschichte erfreut. Aufgrund der Kürze kann man jetzt aber nicht erwarten, dass es eine sonderliche Handlung oder Tiefgründigkeit in der Geschichte gibt.
Daher: 3,5 Sterne
Außerdem haben diesen Monat ganze vier Bücher von mir 5 Sterne bekommen - "Rock my Soul" von Jamie Shaw, "Der Schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake und "Trust Again" und "Feel Again" von Mona Kasten. Zu ersteren gibt es auch auf meinem Blog ausführliche Rezensionen auf meinem Blog. Neugierig? Dann klickt doch mal auf diese beiden Links:
ROCK MY SOUL
DER SCHWARZE THRON

Und dann gibt es noch eine riesige Empfehlung für die "Again"-Reihe von Mona Kasten. Jeder einzelne Teil ist so bewegend, hat so viel Witz und lässt jedes noch so kalte Herz schmelzen. ☺♥
Mein Flop des Monats mit 3 Sternen war "Lemon Summer" von Kody Keplinger. Die Handlung war so oberflächlich, die Idee ganz okay, aber die Umsetzung wieder eine absolute Katastrophe mit furchtbaren Charakteren. Rezension dazu? Hier - LEMON SUMMER.

Dagegen war DER KLEINE LADEN DER EINSAMEN HERZEN von Annie Darling absolut witzig und niedlich. Eine klasse Story zum Abschalten und für zwischendurch, die sich von mir 4 Sterne ergattern konnte. ☺

Und ENDLICH - nach gefühlten Jaaahren - konnte ich mal "A Court of Mist and Fury" von Sarah J. Maas beenden. Vor meinem Englisch-Abi habe ich das ja regelrecht gesuchtet und verschlungen, fast schon aufgefressen. Danach? Ja... Danach kam erst Mathe, dann meine mündlichen Prüfungen, dann der Umzug, dann dringende Rezensionsexemplare ... Und da ich gerade auch an einer nicht ganz so spannenden Stelle im Buch festsaß, rutschte es auf meinem Currently Reading-Stapel (wenn man das so nennen kann) leider immer weiter runter. So konnte ich also echt erst nach eineinhalb Monaten wieder die Lust und Zeit dazu finden. Mir hat es aber trotzdem sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist mega, die Handlung total genial (auch wenn man überall gespoilert wird), aber vor allem die Charaktere sind perfekt! Aber irgendetwas hat mir gefehlt, sonst hätte ich es ja nicht so lange zur Seite gelegt. Daher "nur" 4 Sterne.

Das war es auch schon wieder. Wie sah denn euer Monat aus? Und nehmt ihr euch immer bestimmte Bücher für einen Monat vor? Vielleicht sollte ich damit auch mal anfangen, damit sowas wie bei "ACOMAF" nicht mehr passiert. Wölltet ihr denn meine Want to read-Liste sehen? Wenn ja, dann aber nur auf Instagram. Ich wüsste nicht, wie ich damit einen ganzen Post füllen sollte. :p
Macht euch noch einen schönen Tag, ihr Hübschen! ☺♥